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ÖJh - BAND 89 (2020)

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ÖJH - BAND 89 (2020)

Hrsg.: Österreichisches Archäologisches Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Institutes in Wien

408 Seiten mit zahlr. Farb- und S/W Abbildungen | 21 x 29,7 cm | Hardcover | EUR 120,- | ISBN: 978-3-903207-58-5 | ISSN: 0078-3579

ET: 07/2021

Produktsprache: deutsch/englisch

Beschreibung:

 Die Herkunftsbestimmung eines in Ephesos verwendeten Marmors eröffnet den Band und stellt den Steinbruch von Ab-u Hayat vor. Noch heute sind in seinem Gebiet Spuren des antiken Abbaus und Halbfabrikate aufzufinden. Anhand petrografischer und chemischer Untersuchungen wie auch dem Vergleich mit anderen Marmorobjekten lässt sich feststellen, dass dieser Marmor ausschließlich für eine bestimmte Objektgruppe verwendet wurde.

In der Marienkirche in Ephesos fand sich die griechische Inschrift einer Basis, die ursprünglich zu einer Statue des Kaisers Hadrian gehört hatte. Anhand der Titulatur und Beinamen können der Zeitpunkt der Statuenerrichtung wie auch ihr Stifter eruiert und so die Chronologie der ephesischen Kaiserpriesterschaften verfeinert werden. Für das ›Parthermonument‹ aus Ephesos wird eine neue Überlegung präsentiert, indem die Palästra des Hafengymnasiums in Ephesos als ursprünglichen Standort der Friese defniert und dieser Saal mit dem Herrscherkult und den Antoninen im Besonderen verbunden wird.

Ebenfalls aus den österreichischen Forschungen in der Türkei resultiert die detaillierte Rekonstruktion eines Ehrenbogens in Limyra. Der Bogen für den inschriftlich erwähnten Ornimythos zählt zu den wenigen monumentalen Gebäuden aus der Zeit um die Provinzwerdung Lykiens und ist einer der frühesten Ehrenbögen Kleinasiens.

Aus der vor allem im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. belegten Nekropole von Hisardere bei Iznik werden sechs Kammergräber mit einer Deckung aus Terrakottaplatten vorgestellt. Die mit Bemalung ausgeschmückten Grablegen werden als Familiengruften interpretiert, zumal sich in einem Kammergrab Skelette von nicht weniger als 14 Verstorbenen fanden.

Die Aufarbeitung eines Altbefundes aus den österreichischen Grabungen im griechischen Aigeira liegt mit dem Beitrag zu den Terrakottalampen aus dem ›Tycheion‹ vor. Das zeitliche Spektrum der Lampen reicht vom 5. vor- bis zum 5. nachchristlichen Jahrhundert und erlaubt Aussagen zu der allgemeinen ökonomisch-historischen Situation Aigeiras.

Komplettiert wird der Band durch die Beschäftigung mit einer heute verschollenen Nemesisstatuette aus Brigetio (Ungarn), die nur noch durch alte Fotografen bekannt ist und nächste Parallelen im Ägypten des 2. Jahrhunderts findet.