Bohemoslavica abscondita

Während Archiv- und Recherchearbeiten kommt es bis in die Gegenwart immer wieder vor, dass wichtige, aber seltene Werke erneut aufgefunden und verloren geglaubte, noch unveröffentlichte Handschriften und Manuskripte neu entdeckt werden. So geschah dies auch im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts zum Wiener Anteil am Prozess der tschechischen nationalen Erneuerung. Die Reihe "Bohemoslavica abscondita" möchte diese bislang verborgenen Schätze der bohemistisch-slawistischen Geisteskultur zugänglich machen und solche Schriften durch kritische Editionen, begleitet von wissenschaftlichen Analysen, einem breiteren Fachpublikum und der interessierten Öffentlichkeit erschließen.


Herausgeber der Reihe:

TILMAN BERGER, geboren in Passau, studierte Russisch und Mathematik an den Universitäten Heidelberg, Prag und Konstanz. 1986 promovierte er an der Universität Konstanz mit der Arbeit "Wortbildung und Akzent im Russischen". Danach war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Hamburg und München tätig und habilitierte sich 1994 im München mit einer Arbeit zu den tschechischen Demonstrativpronomina. Im gleichen Jahr wurde er auf eine Professur für Slavische Sprachwissenschaft an der Universität Tübingen berufen, die er seither innehat.

STEFAN MICHAEL NEWERKLA, geboren in Horn, studierte Slawistik, Anglistik und Amerikanistik an der Universität Wien. 1998 promovierte er mit der Arbeit "Intendierte und tatsächliche Sprachwirklichkeit in Böhmen". Danach war er in Forschungsprojekten des österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) tätig und habilitierte sich 2003 mit einer Arbeit zu deutsch-tschechisch-slowakischen Sprachkontakten auf lexikalischer Ebene. 2004 wurde er auf den Lehrstuhl für Westslawische Sprachwissenschaft an der Universität Wien berufen.