Vergeben und Vergessen? Amnestie in der Antike

Ob nun jeweils sicherheits-, innen- oder finanzpolitische Motive zu Grunde liegen, stets stehen Straffreiheit und Straferlass im Spannungsfeld von zwingender Verantwo...

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Vergeben und Vergessen? Amnestie in der Antike

Vergeben und Vergessen? Amnestie in der Antike

Hrg. Kaja Harter-Uibopuu | Fritz Mitthof

Vergeben und Vergessen?
Amnestie in der Antike

Beiträge zum Ersten Wiener Kolloquium zur Antiken Rechtsgeschichte
Band 1 der Reihe Wiener Kolloquien zur Antiken Rechtsgeschichte

418 Seiten | 15,5 × 23 cm | EUR 85,00 | ISBN: 978-3-902868-85-5 | ISSN: 2518-3648

Erscheinungstermin: Juni 2013

Ob nun jeweils sicherheits-, innen- oder finanzpolitische Motive zu Grunde liegen, stets stehen Straffreiheit und Straferlass im Spannungsfeld von zwingender Verantwortung des Einzelnen als Grundlage unseres Rechtssystems und der Forderung nach ausgleichender Gerechtigkeit und sozialem Frieden. Das Rechtsinstitut der Amnestie steht nicht nur begrifflich, sondern auch sachlich in antiker Tradition, vergleichbare Maßnahmen sind aus allen Epochen des Altertums nachzuweisen. Fünfzehn renommierte AutorInnen aus Deutschland, Großbritannien und Österreich, alle ExpertInnen in verschiedenen Fachgebieten und Epochen des Altertums, nämlich der Altorientalistik, des pharaonischen Ägypten, der Griechischen und Römischen Rechtsgeschichte, des archaischen und klassischen Griechenland, des Hellenismus, der altitalischen Geschichte, der Römischen Republik, der frühen und hohen römischen Kaiserzeit und der Spätantike, präsentieren ihre Beiträge in diesem Band. Sie behandeln das Thema jeweils aus der eigenen Perspektive — entweder in Form von Spezialuntersuchungen zu exemplarischen Fällen oder aber in breit angelegten Übersichtsreferaten. Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass alle Kategorien von Schriftquellen, also die literarische Überlieferung, juristisches Schrifttum, Inschriften und Papyri, in die Analyse eingeflossen sind. Hierdurch wurden erstmals in der Forschungsgeschichte die Voraussetzungen geschaffen, eine Gesamtschau über Fragen der Amnestie und des Straferlasses vom Alten Orient bis in die Spätantike zu bieten und rote Fäden durch die Jahrhunderte zu ziehen. Auf diese Weise wurde auch eine neue Grundlage für eine Typologisierung von Amnestien gelegt.


Inhaltsverzeichnis:

  • Angelos Chaniotis (Princeton, NJ), Normen stärker als Emotionen? Der kulturhistorische Kontext der griechischen Amnestie (Festvortrag)
  • Gerhard Ries (München), Der Erlass von Schulden im Alten Orient als obrigkeitliche Massnahme zur Wirtschafts- und Sozialpolitik
  • Csaba A. La'da (Canterbury), Amnesty in Pharaonic Egypt
  • Martin Dreher (Magdeburg), Die Herausbildung eines politischen Instruments: Die Amnestie bis zum Ende der klassischen Zeit
  • Philipp Scheibelreiter (Wien), Atheniensium vetus exemplum: Zum Paradigma einer antiken Amnestie
  • Lene Rubinstein (London), Forgive and Forget? Amnesty in the Hellenistic Period
  • Csaba A. La'da (Canterbury), Amnesty in Hellenistic Egypt. A Survey of the Sources
  • Loredana Cappelletti (Wien), Bürgerrechtsverleihung als beneficium für rebellierende Bundesgenossen? Die Rolle der lex Iulia im bellum sociale
  • Herbert Heftner (Wien), Bemerkungen zu den ‚Amnestie‘- und ‚Restitutions‘-Bestrebungen der nachsullanischen Ära
  • Christian Ronning (München), Amnestie und Verbannung in der frühen Kaiserzeit
  • Karl Strobel (Klagenfurt), Herrscherwechsel, Politische Verfolgung, Bürgerkriege in der römischen Kaiserzeit: Zwischen Rekonziliation, Amnestie und Säuberung
  • Richard Gamauf (Wien), Zu den Rechtsfolgen der abolitio im klassischen römischen Recht
  • Andrea Jördens (Heidelberg), Amnestien im römischen Ägypten
  • Hartmut Leppin (Frankfurt), Überlegungen zum Umgang mit Anhängern von Bürgerkriegsgegnern in der Spätantike
  • Fritz Mitthof (Wien), Spätantike Osterindulgenzen


Herausgeber Band 1:
Beide Herausgeber sind Althistoriker, die sich in ihrer Forschung stark auf direkt überlieferte Schriftquellen des Altertums dokumentarischer Natur (Inschriften und Papyri) stützen, woraus sich ein enger Bezug zur Antiken Rechtsgeschichte mit besonderer Betonung der Rechtspraxis ergibt.

Kaja Harter-Uibopuu (ÖAW, Wien) befasst sich mit der Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte der griechischen Polis des Mutterlandes und Kleinasiens von der Archaik bis in die Kaiserzeit.

Fritz Mitthof (Univ. Wien) erforscht die Geschichte des römischen Prinzipats und der Spätantike in politischer, sozio-ökonomischer, kultureller und rechtlicher Perspektive.


BIC Standard Subject Categories:

LBBF, LA, HBLA, LNFX1

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DOI: 10.15661/series/kollARG/vergebenundvergessen


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