Sport und Recht in der Antike

Das zweite Wiener Kolloquium zur Antiken Rechtsgeschichte widmete sich den rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen der sportlichen und musischen Wettkämpfe des klassischen Altertums...

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Sport und Recht in der Antike

Sport und Recht in der Antike

Hrg. Kaja Harter-Uibopuu | Thomas Kruse

Sport und Recht in der Antike

Beiträge zum Zweiten Wiener Kolloquium zur Antiken Rechtsgeschichte
Band 2 der Reihe Wiener Kolloquien zur Antiken Rechtsgeschichte

424 Seiten | 15,5 × 23 cm | EUR 85,00 | ISBN: 978-3-902976-14-7 | ISSN: 2518-3648 Erscheinungstermin: Juni 2014



Das zweite Wiener Kolloquium zur Antiken Rechtsgeschichte widmete sich den rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen der sportlichen und musischen Wettkämpfe des klassischen Altertums. Der zeitliche Rahmen erstreckte sich von der Archaik bis in die Spätantike (8. Jh. v.Chr. – 6. Jh. n.Chr.). Das Regelwerk der Agone, ihre Finanzierung sowohl aus öffentlichen Mitteln wie auch aus privaten Zuwendungen vermögender Sponsoren und die Ausbildung der Sportler bildeten einen ersten Schwerpunkt. Siegespreise und Privilegien, die den sozialen Status von Sportlern und insbesondere Wettkampfsiegern bestimmten und für die Attraktivität der Agone ausschlaggebend waren, standen im Mittelpunkt weiterer Beiträge. Derartige Fragen waren stets Gegenstand einer „Sportpolitik“, die unter den kleinräumigen Gegebenheiten der klassischen griechischen Stadtstaaten anderen Spielregeln folgte als etwa im Imperium Romanum, wo der Kaiser versuchte uniforme, reichsweite Bestimmungen durchzusetzen. Unterschiede im Konzept von Sport und Wettkampf bei Griechen und Römern wurden aufgespürt und unter anderem anhand der Gladiatorenspiele als einem spezifisch römischem Sonderfall illustriert. Ein weiterer Aspekt war der Blick auf das Ende der klassischen griechischen Agonistik aus der römischen Perspektive: Das christlich gewordene Kaisertum duldete die heidnischen Agone nicht mehr, entwickelte aber gleichzeitig mit den spätantiken Zirkusspielen und ihren Wagenrennen und Tierhatzen neue Formen des Wettkampfs und der Volksbelustigung.


Inhaltsverzeichnis

  • Ingomar WEILER (Graz) - Korruption und Kontrolle in der antiken Agonistik
  • Arlette NEUMANN-HARTMANN (Fribourg) - Organisation sportlicher Agone und Teilnehmerfeld im 6. und 5.Jh. v. Chr.
  • Sven GÜNTHER (Bielefeld) — Franziska WEISE (Köln) - Zwischen aristokratischem Führungsanspruch und demokratischem Gleichheitsideal: Überlegungen zur Gymnasiarchie im 5./4. Jahrhundert v. Chr.
  • Gwenola COGAN (Paris) - De la reconnaissance des concours des cités grecques au IVe s. av. J.-C., ou la question d‘un droit grecque international
  • Julia TAITA (Mailand) - Quando Zeus deve far quadrare il bilancio. Osservazioni sul tesoro del santuario di Olimpia
  • Sophia ANEZIRI (Athen) - Stiftungen für sportliche und musische Agone
  • Loredana CAPPELLETTI (Wien) - Die Finanzierung von Spielen in Italien und Hispanien gemäß den lokalen Stadtgesetzen (1. Jh. v. Chr. — 1. Jh. n. Chr.)
  • Sophia ZOUMBAKI (Athen) - Römer und die griechischen Agone: Einstellung und Teilnahme
  • Jörg FÜNDLING (Aachen) - Vom Wettkampfreglement zur sozialen Grenzziehung durch ritualisierte Gewalt — Überlegungen zu Hadrians erstem Brief aus Alexandreia Troas
  • Éva JAKAB (Szeged) - Sponsoren und Athleten im römischen Recht: Das ‚Ausbildungsdarlehen‘ der Athleten?
  • Richard GAMAUF (Wien) - Pro virtute certamen: Zur Bedeutung des Sports und von Wettkämpfen im klassischen römischen Recht  
  • Christian WALLNER (Klagenfurt) - Obsonia und vacatio munerum: Zu Änderungen bei den Privilegien für Athleten und Techniten im 3. Jahrhundert n. Chr.
  • Sofie REMIJSEN (Mannheim) - The Imperial Policy on Athletic Games in Late Antiquity
  • Christoph EBNER (Wien) - Das Ende der heidnischen Gladiatorenspiele


Band-Herausgeber

Priv.-Doz. Mag. Dr. Kaja Harter-Uibopuu - An der Karl-Franzens Universität Graz studierte Kaja Harter-Uibopuu Alte Geschichte und Altertumskunde mit einem Schwerpunkt auf Antiker Rechtsgeschichte und arbeitete anschließend am Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte. Nach ihrer Promotion verbrachte sie ein Semester am Institute for Advanced Study in Princeton, NJ und war in der Folge als Elise-Richter Stipendiatin des FWF an der Universität Wien tätig, wo sie sich 2013 für Alte Geschichte und Altertumskunde habilitierte. Seit 2009 arbeitet sie am Institut für Kulturgeschichte der Antike, Abteilung Documenta Antiqua an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Ihre Forschungen konzentrieren sich vor allem auf die Rechtsgeschichte des antiken Griechenland, im Besonderen das öffentliche Recht in griechischen Poleis unter römischer Herrschaft. Stets stehen die epigraphischen Quellen im Mittelpunkt ihrer Untersuchungen, die als direkte Zeugnisse für die Verwaltungsvorgänge in den Stadtstaaten wertvolle Einblicke in die Verfahrensabläufe ermöglichen.

Doz. Mag. Dr. Thomas Kruse - Im Anschluß an das Studium der Alten Geschichte, Mittleren und Neueren Geschichte und Klassischen Archäologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg war Thomas Kruse von 1992 bis 1998 wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl für Alte Geschichte der Universität Bielefeld. Von 1999 bis 2009 arbeitete er zunächst als wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Papyrologie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, habilitierte sich dort im Jahr 2002 und hatte seit 2004 eine Hochschuldozentur inne. Seit 2009 ist er als Senior Scientist am Institut für Kulturgeschichte der Antike, Abteilung Documenta Antiqua der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tätig. Die Schwerpunkte seiner Forschungen liegen auf dem Gebiet der Sozial-, Wirtschafts- und Verwaltungsgeschichte des hellenistischen und römischen Ägypten sowie der Edition, Kommentierung und Auswertung der griechischen Papyri und Ostraka aus Ägypten.


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LNJS, WSB, WSBX, HBLA


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DOI: 10.15661/series/kollARG/sportundrecht


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