Indogermanische Textlinguistik, Poetik und Stilistik

Während sich das Forschungsinteresse der indogermanistischen Fachliteratur bisher auf die Bereiche der Phonologie, Morphologie, Satzsyntax, Bedeutungswandel, die Rekonstruktion des Urindogermanischen und der Etymologie von Einzelwörtern sowie Fragen einer Erschließung der Urheimat konzentrierte, wurden andere Bezirke der sprachlichen Analyse wenig beachtet. Die neu gegründete Reihe Indogermanische Textlinguistik, Poetik und Stilistik möchte diese Lücke schließen und der Untersuchung von Phänomenen außerhalb der genannten Domänen ein geeignetes Forum bieten.

So wurde bislang die Textsyntax von der Komparatistik kaum rezipiert, rhetorische Muster sind vornehmlich Gegenstand von literaturwissenschaftlichen Abhandlungen geblieben, Stilfiguren erweckten gleichfalls nur in Einzelfällen das Erkenntnisinteresse der vergleichenden Sprachwissenschaft und wurden in der einschlägigen Forschung nur sporadisch thematisiert. Die neue Reihe Indogermanische Textlinguistik, Poetik und Stilistik soll die misslichen Grenzen zwischen hermeneutischer Interpretation und analytischer Untersuchung von Sprachdenkmälern aufheben und das bisherige Niemandsland zwischen den beiden Themenfeldern sinnvoll bestellen.

Hrsg.: Oswald PANAGL und Velizar SADOVSKI.

ISSN: 2520-7202

ITPS - Indogermanische Textlinguistik, Poetik und Stilistik

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